Bastia

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Bastia ist die zweitgrößte Stadt der „Insel der Schönheit“ und die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Haute-Corse. Sie liegt im Nord-Osten Korsikas und ist somit dem italienischen Festland, genauer der Toskana, sowie dem vorgelagerten kleinen Elba zugewandt. Mit Bastia beginnt das sich nördlich weiter ausformende Cap Corse.

Während die größte Stadt Korsikas, Ajaccio, sowohl die Hauptstadt von Corse-du-Sud als auch die der gesamten Insel ist, pulsiert das wirtschaftliche Zentrum in Bastia. Denn die Stadt mit ihren rund 50.000 Einwohnern verfügt nicht nur über eine Flughafenanbindung, sie empfängt in ihrer neuen Hafenanlage auch das Gros der auf Korsika ankommenden Fähren. Bastia ist deshalb ein wichtiger Warenumschlagplatz und bildet als internationaler Knotenpunkt das touristische Herz der französischen Mittelmeerinsel.

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Wer mit der Autofähre von Genua, Livorno, Savona, Nizza, Toulon oder Marseille hier anlegt und Bastia erkunden möchte, kann die nüchternen Industriegebiete im Süden der Stadt getrost unbeachtet lassen. Stattdessen lohnt es sich auf dem Boulevard Paoli zu shoppen oder sich im alten Kern Bastias umzusehen.

Über den langen, auch abends gut besuchten Place Saint-Nicolas mit seinen Festen und Märkten, gelangt man zwischen Palmen, Bars und Restaurants zum ursprünglichen Hafen. Dieser wurde - zur Freude von Yacht- und Sportschifffahrtfans - inzwischen zu einer Marina umfunktioniert und liegt malerisch vor der ansteigenden Altstadt.

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Schon vom alten Hafenbecken aus locken die Doppeltürme der Barokkirche Saint-Jean Baptiste, aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, in die „Terra Vecchia“. Hier ziehen sich enge Gässchen schluchtenartig, mal steil, mal sanft empor gleitend, durch die Häuser. Kleine Geschäfte und verwinkelte Wege, die immer wieder zu baumgesäumten Plätzen führen, erquicken die Spaziergänger.

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Innerhalb der „Terra Vecchia“ liegt die „Terra Nova“. Sie wird oft als „Stadt in der Stadt“ bezeichnet, da sie in der Altstadt liegt und von Mauern umgrenzt ist. In ihr erfreuen sich Kulturliebhaber an der Oper oder dem ehemaligen Gouverneurspalast, der inzwischen das Museum für korsische Volkskunde beherbergt. Auch das Wahrzeichen der Stadt, ihre Zitadelle, steht für Besucher offen.

Wie fast überall auf Korsika ist ein Tag am Meer nie fern. Der grobkörnige, in lichtem Ocker strahlende Stadtstrand Bastias, der „Lido de la Marana“, reicht kilometerweit und verläuft parallel zur Lagune „Étang de Biguglia“.