Bonifacio

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Die kleine Stadt Bonifacio mit ihren rund 3.000 Einwohnern liegt an der Südspitze Korsikas auf Kreidefelsen. Nur etwa 10 Kilometer trennen die Klippen von Sardinien. Die Meerenge trägt folglich den Namen „Strasse von Bonifacio“ und wird von dem regelmäßigen Fährverkehr zwischen den Inseln durchquert.

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Das begrenzte Platzangebot der schmalen, 70 Meter in die Höhe ragenden Felszunge verleitete die erfinderischen Bewohner der „Ville haute“ enger, dafür aber auch höher zu bauen. Hier in der Altstadt Bonifacios, mit ihrem Hafen und den abenteuerlichen, mittelalterlichen Bauten, sollte man sich unbedingt umschauen. Häuser mit bis zu fünf Stockwerken verdrehen Besuchern der schmalen Kopfsteinpflasterstrassen buchstäblich den Kopf. Einige Häuser, so heißt es, seien ohne Treppenhaus angelegt worden. Stattdessen habe man Strickleitern verwandet, die abends zum Schutz vor Dieben eingeholt wurden. Glücklich ist deshalb, wer einen Blick in das Innere erhascht um nachzuprüfen wie es sich verhält.

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Obwohl die frühgeschichtliche Besiedlung Bonifacios belegbar ist, liegt die eigentliche Ortsgründung um das Jahr 830 und geht auf den toskanischen Namenspatron Graf Bonifacio II. zurück. Wie viele Städte Korsikas ist auch Bonifacio eine einstige Festungsstadt mit Zitadelle, die teilweise besichtigt werden kann. In dem Areal entdeckt man unter anderem eine Kapelle und den Seefahrerfriedhof „Cimetière marin“.

Von hier aus ist Bonifacios Hafen nicht weit. Bereits zu Seefahrerzeiten bot er sicheren Schutz vor den Winden und Strömungen des Meers. Die Marina ist deshalb noch heute bei Seglern beliebt und auch die Surfer haben die Küstenböen für sich entdeckt.

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An Land verheißen die um Bonifacio gelegenen Strände von Paragan und Petit Sperone Ruhe, während zahlreiche Ausflugsziele zu weiteren Erkundungen locken. Tauchkurse können gebucht werden und auch das Aquarium von Bonifazio gewährt Einblicke in die aufregende Unterwasserwelt der Gegend.

Der Leuchtturm von Perusato und die unter Naturschutz stehenden Lavezzi Inseln wetteifern mit geheimnisvollen Grotten um die Aufmerksamkeit der Besucher. Egal für welche 

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Angebote Sie sich entscheiden, eine Bootstour ist beinahe unverzichtbar. Denn nur vom Meer aus wird deutlich, warum Bonifacio zu den schönsten Anblicken Korsikas zählt:

Aus wilder, blauer See ragt ein abenteuerlich unterspültes Felsplateau empor. Auf ihm türmen sich die eigenwilligen, schmalen Häuser der „Ville haute“ und lassen das Ensemble noch waghalsiger erscheinen. Ihre Silhouette hebt sich deutlich vom Sommerhimmel ab, während die Gischt lautstark an den Klippen des Schieferfelsens schäumt und die Sonne die Haut angenehm wärmt.