Land & Leute

Geografie
Lage

Korsika liegt im Mittelmeerraum zwischen Spanien und Frankreich im Westen und Italien im Osten. Sardinien bildet das nur etwa 10 Kilometer entfernte Gegenüber der korsischen Südspitze. In Längen und Breitengraden bedeutet dies ungefähr 42° nördlicher Breite und 9° östlicher Länge. Von Korsika aus sind es nach Nizza etwa 180 Kilometer, Livorno ist etwa 80 Kilometer entfernt.


Klima

Auf Korsika gibt es alle vier Jahreszeiten. Die Sommer sind heiß und die Winter mild. Kurzum: Hier ist es wärmer als in Deutschland. Vor allem im Herbst kann man auf der Mittelmeerinsel wunderbare Urlaubstage verbringen, da die Temperaturen noch angenehm hoch, die Preise und Besucherzahlen aber bereits verführerisch niedrig sind.


Flora & Fauna

Die Artenvielfalt Korsikas ist groß. Das gilt sowohl für die Tier- als auch für die Pflanzenwelt. Hier findet man selten Schmetterlinge und Vögel. Einige Amphibien und Reptilien gibt es ausschließlich auf Korsika. Um dies auch in der Zukunft behaupten zu können, errichtete man ein riesiges Naturschutzgebiet, den "Parc Régional Naturel".


Gebirge

Korsika ist eigentlich ein Gebirge im Mittelmeer. Mit knapp über 2.700 Metern, ist der Monte Cinto die höchste Erhebung der Insel. Nur ein Bruchteil der Inselfläche ist plan. Granit- und Schieferfelsen durchziehen die Landschaft von Norden nach Süden und separieren die Umgebung in zwei abwechslungsreich unterschiedliche Zonen.


Menschen
Bevölkerung

Auf Korsika leben rund 300.000 Menschen. Städte wie Ajaccio und Bastia sind dicht besiedelt, doch in den Bergen genießt man die Einsamkeit.


Gemeinden

Die Mittelmeerinsel teilt sich seit 1975 in zwei Verwaltungsbezirke, die so genannten Départements "Haute-Corse" und "Corse-du-Sud". 2003 entschieden die Franzosen mit knapper Mehrheit das Fortbestehen dieser Aufteilung. Bastia ist die Hauptstadt von "Haute-Corse", Ajaccio ist gleichzeitig die Hauptstadt des südlichen Bezirks sowie die der gesamten Insel.


Migration

Ende der 1960er Jahre löste die französische Politik eine Einwanderungswelle aus. Bei den Korsen formte sich hierüber jedoch teilweise Unmut.


Sprachen

Natürlich spricht man auf Korsika Französisch, doch ist "Corsu" seit 1974 auch politisch als Regionalsprache anerkannt. Es entspringt der romanischen Sprachfamilie, hat starke italienische Einflüsse und keltisch-ligurische sowie lateinische Wurzeln. Lange wurde es nur mündlich überliefert. Da "Corsu" als wichtiger Bestandteil der korsischen Identität verstanden wird, freuen sich die stolzen Inselbewohner über zweisprachige Beschilderungen.
In Sachen Fremdsprachen geben sich Korsen oft schüchtern, doch kommt man in den touristischen Gegenden immerhin in den wichtigsten Belangen mit Englisch weiter.


Religion

Religiöse Feste prägen das Bild der Insel, die meisten Korsen sind gläubig. Auf dem Festland gelten sie sogar als besonders abergläubig, daran hat man sich jedoch gewöhnt und kokettiert gelegentlich damit. Vor allem die Karwoche wird ausgiebig gefeiert. Neben dem Katholizismus ist auch der orthodoxe Glaube vertreten.


Regierung
Status

Korsika erhielt 1991 per Sonderstatut (collectivité à statut particulier) der französischen Regierung eine eingeschränkte Autonomie durch das regionale Selbstverwaltungsrecht, gehört aber zu Frankreich.Politische Institutionen Auf Korsika wählt man ein Regionalparlament (assemblée régionale), das ein Vorschlagsrecht gegenüber der französischen Regierung in Paris hat.


Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt ist der Präsident bzw. die Präsidentin Frankreichs. In seiner bewegten Geschichte war Korsika unter Pascal Paoli unabhängig, die Autonomiebestrebungen sind bis heute nicht vollkommen verklungen.


Wirtschaft
Wirtschaftszweige

Etwa die Hälfte der korsischen Arbeitsplätze findet man im Dienstleistungsbereich. Die Mehrheit hiervon wiederum ist direkt oder indirekt mit dem Tourismus verbunden. Nächstgrößte Branche ist der Handel, gefolgt vom Bau- und Industriezweig.


Tourismus

Der Tourismus ist eine überaus wichtige Einnahmequelle für Insel und wird ganzjährig gepflegt. Unter anderem wurde ein großflächiges Naturschutzgebiet eingerichtet, um Korsikas legendäre Schönheit zu erhalten und Urlauber in die Region zu locken. Auch einige traditionelle Berufe werden, dank des touristischen Interesses an ihnen, noch heute gepflegt.


Pro-Kopf-Einkommen

2006 lag das durchschnittliche Jahreseinkommen bei etwa 20.900 Euro