Monte Cinto

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Der Monte Cinto im Nordwesten Korsikas ist mit knapp über 2.700 Metern der höchste Berg der Insel. Natürlich zieht ein solcher Rekord Wanderer an. Tatsächlich soll der Blick von dem Gipfel, der erstmals 1882 erstmals von Édouard Rochat genossen worden sein soll, grandios erscheinen und die Gebirge Korsikas sowie die Ost- und Westküste überspannen.

Erklimmen kann man das „Dach Korsikas“ an seiner Nord- und seiner Südseite. Doch sind die Routen nichts für unerfahrene Wanderer. Bis zu 9 Stunden dauert der Aufstieg auch für Trainierte von Calacuccia aus, wobei die Mittagshitze bedacht werden muss. Sonnenschutz, höhengeeignete (warme) Kleidung und ausreichend Trinkwasser sollten bei diesem Unterfangen auf keinen Fall fehlen.

Wer seine Wandererqualitäten erst noch austesten möchte, ist in Corte hervorragend aufgehoben. Es liegt in etwa 400 Höhenmetern auf einem Bergplateau und bietet neben der Infrastruktur einer Universitätsstadt Anbindung an zahlreiche Wanderwege. Abgesehen von Tagesausflügen lassen sich, den Monte Cinto stets in Blickweite, auch mehrtägige, geführte Touren planen. Bereits vor der Abreise sollte hierfür jedoch geeignetes Schuhwerk im Koffer gelandet sein.

Selbst Touren auf dem Fahr- oder Motorrad bieten sich in der majestätischen Bergwelt der Insel an. Durch die Fährverbindungen zu den Häfen von Ajaccio und Calvi kann das benötigte Equipment problemlos mitgeführt werden. Im Winter kommen dank der Höhen Korsikas selbst Skifahrer auf ihre Kosten. Kurzum: Für Freunde der Gipfelluft ist Korsika ein hervorragendes Reiseziel, denn letztlich ist die „Insel der Schönheit“ doch eigentlich ein Gebirge im Meer.